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HOCHTIEF-Aktie: Baukonzern und Stadt Hamburg vereinbaren Eckpunkte einer Neuordnung


05.07.2012
aktiencheck.de

Essen (www.aktiencheck.de) - Der Baukonzern HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) hat sich mit der Hansestadt Hamburg auf Eckpunkte für eine Neuordnung zum Fortgang des Projektes Elbphilharmonie verständigt.

Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, sind eine Neuordnung der Planungsverantwortlichkeiten, ein Zeitplan zur Fertigstellung und die Einigung auf ein Schiedsgerichtsverfahren zwischen der Stadt Hamburg und HOCHTIEF Kernpunkte der Abmachung. Demnach werde der Baukonzern das Saaldach nachrüsten und es zusammen mit der Fassade innerhalb eines Jahres fertigstellen. Der bisherige Konflikt um das Saaldach konnte durch die Verständigung über ein gutachterliches Monitoringverfahren gelöst werden.


Als weiteren Kernbestandteil der Neuordnung wird HOCHTIEF gemeinsam mit dem Generalplaner Herzog & de Meuron die ausstehende Planung fertigstellen und in eine Gesamtplanung integrieren. Dies gilt insbesondere für die Technische Gebäudeausstattung (TGA). Die Stadt erhält Einsicht in die Planungsprozesse und wird diese begleiten. Sämtliche Planungen sollen HOCHTIEF und Herzog & de Meuron innerhalb eines Jahres fertigstellen. 24 Monate nach Ende der Planungen erfolgt die Gesamtfertigstellung des Gebäudes.

Möglich wurde dieser konstruktive Neuanfang durch eine einvernehmliche Lösung zwischen der Stadt Hamburg und HOCHTIEF zu den Problemen aus der Vergangenheit. Alle strittigen Forderungen werden, sofern keine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann, einem Schiedsgerichtsverfahren zugewiesen. Dieses soll spätestens ein Jahr nach Fertigstellung des Projektes eine Entscheidung fällen. Damit ist der Weg zur Erledigung der strittigen Zahlungsverpflichtungen geebnet worden.

HOCHTIEF-Vorstandsmitglied Marcelino Fernández Verdes erklärt zu der Einigung über die Eckpunkte: "Wir haben gemeinsam eine Lösung für die kritischen Punkte gefunden: Das Saaldach wird ohne Abstriche bei der Sicherheit so schnell wie möglich gebaut, gemeinsam mit Herzog & de Meuron werden wir die Planung für das Gebäude abschließen. Außerdem haben wir einen Modus für den Umgang mit strittigen Themen gefunden."

Die Aktie von HOCHTIEF notiert derzeit mit einem Minus von 1,16 Prozent bei 39,92 Euro. (05.07.2012/ac/n/d)



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